Die wichtigsten Eckdaten zum Bürgerhaus

Am Sonntag wird in Schöllkrippen über das Bürgerhaus abgestimmt. Deshalb habe ich mich bemüht alle wesentlichen Fakten, Zahlen und Positionen hier zu sammeln:
 

Wo soll das Bürgerhaus gebaut werden?

Auf dem Gelände der ehemaligen „Gries-Halle“ neben dem Rathaus.

 

Was ist die Ausgangssituation?

Das Gelände ist gekauft, der Abriss der alten Halle beschlossen, der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen und der Siegerentwurf steht fest. Der Bürgerentscheid bietet jetzt die Möglichkeit zwischen folgenden zwei Varianten zu wählen:

1.Das Bürgerhaus soll gebaut werden.

2.Das Bürgerhaus soll nicht gebaut werden. Stattdessen soll auf dem Gelände der Schlossgarten erweitert werden.

 

Wofür soll das Bürgerhaus genutzt werden?

  • Als Café und Anlaufpunkt bei Märkten, Adventsstimmung, Kinder- und Jugendfest etc.
  • Für kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett , Kammerkonzerte, Kindertheater, Lesungen etc.
  • Zur Vermietung für Vorträge, Ausstellungen, Familienfeiern etc.

 

Wie viel kostet das Bürgerhaus?

  • Insgesamt kostet der Bau 1.15 Millionen Euro. Da das Projekt allerdings zu 70 Prozent bezuschusst wird, muss die Gemeinde davon nur 350. 950 Euro selbst zahlen.
  • Die Alternative, die Erweiterung des Schlossgartens, würde die Gemeinde 261.500 Euro kosten.
  • Bürgerhaus „ja“ oder „nein“ bedeutet also für die Gemeinde grob 100. 000 Euro mehr oder weniger auszugeben.
  • Zu den Baukosten kommen dann noch die Unterhaltskosten für das Bürgerhaus, also Strom, Wasser, Heizung, Reinigung usw: Bürgermeister Rainer Pistner (FW) rechnet hier mit etwa 18.000 Euro pro Jahr.

 

Wie sehen die Nutzungsbedingungen aus?

  • Wird das Bürgerhaus komplett bestuhlt, passen 150 Menschen hinein, wenn zusätzlich Tische gestellt werden bleiben circa 80-100 Plätze.
  • Anzahl und Dauer der Veranstaltungen im Bürgerhaus sind beschränkt: Maximal 88 Veranstaltungen pro Jahr, davon 20 bis maximal 22:00 Uhr und 18 bis maximal 24:00 Uhr.

 

 

Pro und Kontra Bürgerhaus: Die wichtigsten Punkte

 

Das sagen die Befürworter:

  • Ein öffentliches Bürgerhaus im Zentrum Schöllkrippens trägt dazu bei, den austrocknende Ortskern wiederzubeleben und zu verschönern.
  • Einzelhandel und Kaufkraft rund um die Lindenstraße werden gestärkt.
  • Ein neues kulturelles Angebot verbessert Wohn-, Freizeit- und Lebensqualität in Schöllkrippen.
  • Das Bürgerhaus bietet auch kleineren kulturellen Veranstaltungen einen Raum mit angenehmer Atmosphäre. Das gibt es in Schöllkrippen bisher nicht.
  • Offene Fragen, wie Parken, Anmietung und Detailfragen zum Gebäude sind lösbar.
  • Gerade weil die gemeindlichen Mittel knapp sind, hilft der große Zuschuss. Einen Zuschuss in dieser Höhe wird es morgen nicht mehr geben. An keinem anderen Standort!

 

Das sagen die Gegner:

  • Keine neuen Schulden für das Bürgerhaus ! 5,37 Millionen Euro sind schon zu viel! Die Verschuldung Schöllkrippens liegt schon jetzt weit über dem bayrischen Durschnitt.
  • Ob das Bürgerhaus wirklich zu einer Belebung des Ortskerns führen kann ist fraglich.
  • Das Bürgerhaus wird teurer als veranschlagt: Die gesamten Unterhalts- und Folgekosten sind noch nicht absehbar. Es fehlen zum Beispiel noch die Kosten für den Parkplatzumbau.
  • Ein Bürgerhaus wird nicht gebraucht: In vorhandenen Räumlichkeiten, wie in der „Neuen Zeit“, sind noch Kapazitäten frei. Außerdem haben alle Vereine in Schöllkrippen ein eigenes Vereinsheim.
  • Es gibt wichtigere Maßnahmen. Zum Beispiel die Sanierung von vorhandenen Gebäuden, wie der Neuen Zeit und der Umbau der alten Scheune. Das Geld hier zu investieren, wo schon die komplette Infrastruktur vorhanden ist (Jugendraum, Großraumküche, weitläufige Außenanlage, Parkplätze, Toiletten usw.) wäre wesentlich sinnvoller. Auch hierfür gibt es Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten.
  • Die Nutzungseinschränkungen sind erheblich: Maximal 88 Veranstaltungen im Jahr rechtfertigen -trotz der Zuschüsse- keine Baukosten von 1,15 Millionen.

(Diese Liste erhebt keinen Ansspruch auf Vollständigkeit. Diskussionsbeiträge und Ergänzungen gerne auf facebook )

 

Ob pro oder kontra Bürgerhaus, das muss jeder selbst entscheiden. Wer gegen das Bürgerhaus ist, muss am Sonntag JA ankreuzen, wer für den Bau ist kreuzt NEIN an.